Leistungen /Modernisierung
Gewachsene Systeme ablösen, ohne den Betrieb anzuhalten
Legacy verschwindet nicht durch einen Beschluss. Wir zerlegen die Ablösung in Stufen, die einzeln beauftragbar sind und einzeln Wert liefern, und fangen dort an, wo es am meisten weh tut.
Kommt Ihnen das bekannt vor?
- Eine kleine fachliche Änderung braucht Wochen, weil niemand mehr überblickt, was daran hängt.
- Das Altsystem verstehen noch zwei Leute wirklich, und einer geht in zwei Jahren in Rente.
- Es gibt keine Testabdeckung, also traut sich niemand an den Kern.
- Der Betrieb läuft auf Versionen, für die es keinen Support mehr gibt.
- Ein Neubau wurde schon einmal angefangen und wieder abgebrochen.
- Die Roadmap steht, aber die Kapazität geht komplett in Wartung.
- Rund um das Altsystem sind Excel-Werkzeuge und Low-Code-Apps gewachsen, weil es selbst nichts hergibt.
- Die Fachbereiche ziehen sich ihre Daten nachts per Export: Jede Auswertung ist einen Tag alt.
Vorgehen
Ablösung in Stufen statt in einem Sprung
Wichtiger als Tempo ist, jederzeit anhalten zu können, ohne dass etwas Halbfertiges im Weg steht.
- 01
Bestandsaufnahme, ehrlich
Zwei bis vier Wochen: Wir sehen uns Code, Schnittstellen, Betrieb und Abhängigkeiten an und sagen Ihnen, in welchem Zustand das System wirklich ist. Ergebnis ist ein Schnittplan: welche Teile sich zuerst lösen lassen und welche noch zusammenbleiben müssen.
- 02
Erste Stufe schneiden
Wir suchen den Bereich mit dem besten Verhältnis aus Schmerz und Aufwand. Der wird herausgelöst und produktiv gesetzt, während der Rest unverändert weiterläuft. Danach wissen alle Beteiligten, was das Vorgehen taugt, und das für überschaubares Geld.
- 03
Parallelbetrieb absichern
Alt und neu laufen eine Zeit lang nebeneinander, mit Abgleich und Umschaltmöglichkeit zurück. Erst wenn die Zahlen stimmen, wird das Altstück abgeschaltet.
- 04
Wiederholen, zunehmend ohne uns
Ab der zweiten oder dritten Stufe übernimmt Ihr Team Teile selbst, wir sind im Review und im Pairing dabei. Darum geht es: Das Vorgehen soll auch dann noch funktionieren, wenn wir weg sind.
Immer mit drin
Architektur, Umsetzung und DevOps — nicht getrennt bestellbar.
Entworfen ist eine Ablösung schnell; gebaut und ausgerollt werden muss sie trotzdem. Deshalb stecken in jeder Stufe alle drei Ebenen:
Architektur
Der Schnittplan ist die Architekturentscheidung: welche Teile sich zuerst lösen lassen, welche noch zusammenbleiben müssen und auf welches Zielbild jede einzelne Stufe einzahlt.
Umsetzung
Wir schreiben den Code der Ablösung selbst: Charakterisierungstests für das Altverhalten, die neuen Services in Java, Spring Boot oder Quarkus, die Datenübernahme inklusive.
DevOps
Jede Stufe geht mit Build-Pipeline, Deployment und Rollback in Produktion. Nur deshalb sind Parallelbetrieb und Umschaltung zurück überhaupt möglich.
Was am Ende dasteht
Jeder Zwischenstand ist ein Ergebnis
Lauffähige Stufen
Jede Ausbaustufe geht produktiv und bringt für sich Nutzen.
Tests, die Sie erben
Charakterisierungstests für das Altverhalten und Testabdeckung für das Neue: die Grundlage dafür, dass Ihr Team sich später an den Kern traut.
Dokumentierte Schnitte
Warum welcher Schnitt gesetzt wurde, steht nachvollziehbar da, auch für die Stufen, die erst später drankommen.
Betreibbarkeit
Deployment, Monitoring und Rollback gehören zur Lieferung, nicht in ein Folgeprojekt.
Verteiltes Wissen
Pairing und Reviews sorgen dafür, dass am Ende mehr als zwei Köpfe das System verstehen.
Ein Rest-Altsystem, das schrumpft
Sie können jederzeit sagen, wie weit Sie sind.
Belege
Schon geliefert, nicht nur skizziert.
Hinter jedem Punkt steht mindestens ein System, das in Produktion läuft.
Öffentliche Verwaltung
Über 200 Host-Batches durch Microservices abgelöst, im laufenden Betrieb und ohne Abschalttermin für das Gesamtsystem.
Banken
Neuentwicklung einer Kernbankanwendung sowie Modernisierung bestehender Anwendungen samt agiler Transformation.
Landschaftsweit
JDK- und Application-Server-Migrationen (u. a. WebLogic auf Payara) über Landschaften mit mehr als 70 Services.
Integration
KI-gestützte Migration von Talend-Schnittstellen auf Spring Boot, mit einem Vorgehen, das der Kunde heute eigenständig weiterführt.
Die Fragen, die jetzt kommen.
?Was kostet das?
Vor allem: nicht alles auf einmal. Wir kalkulieren jede Stufe einzeln. Sie beauftragen die Bestandsaufnahme, danach die erste Stufe, und entscheiden nach jedem Schritt neu. Es gibt keinen Mehrjahresvertrag, der Sie bindet.
?Wie lange dauert die Einarbeitung, die ich bezahle?
Sich schnell in fremde, gewachsene Systeme einzuarbeiten, ist bei über 50 Projekten seit 2011 unser Handwerk und nicht Ihr Lehrgeld. In der Regel bauen wir ab Woche eins mit.
?Was passiert mit meinem Team?
Es arbeitet mit, nicht daneben. Reviews, Pairing und Schulungen gehören zur Lieferung. Der Maßstab ist, dass Ihr Team danach besser dasteht als vorher.
?Können wir das Altsystem nicht per Low-Code ablösen?
An den Rändern oft ja. Für ein Antragsformular oder eine Freigabe ist das der schnellste Weg, und wir raten dann dazu. Der Kern trägt es selten: Was dort entsteht, lässt sich schwer testen, versionieren und übergeben, und die Abhängigkeit wandert nur vom Altsystem zum Werkzeughersteller. Der sinnvolle Schnitt ist meistens beides: ein tragfähiger Kern mit sauberen APIs, auf dem der Fachbereich sich seine Ränder selbst bauen kann.
?Und wenn wir mittendrin aufhören wollen?
Dann haben Sie jede fertige Stufe produktiv und dokumentiert im Haus. Genau dafür ist der Schnitt gemacht: Es gibt keinen Zustand, in dem nur wir weitermachen können.
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